Schutz vor RADLdiebstählen

In Niederösterreich steigt die Anzahl an Fahrraddiebstählen. Radfahren macht Spaß und ist zudem eine umweltfreundliche Mobilitätsform, doch der Ärger ist groß, wenn das Rad plötzlich weg ist. Es empfiehlt sich somit, sein Fahrrad möglichst gut zu schützen.

 

Welche Schutzmaßnahmen kann man ergreifen?

Um sein Fahrrad bestmöglich vor Diebstahl zu schützen, gilt es einige Punkte zu beachten:

 

Welche Schutzmaßnahmen kann man ergreifen?

Um sein Fahrrad bestmöglich vor Diebstahl zu schützen, gilt es einige Punkte zu beachten:

 

Überlegungen beim Fahrradkauf

  1. Wählen Sie nach Möglichkeit ein nicht zu teures Modell für Alltagswege aus oder verwenden Sie ein Leihrad.

  2. Haben Sie die Möglichkeit das teure, neue Fahrrad sicher abzustellen?

 

 Sicherheitsmaßnahmen beim Abstellen des Rades

  1. Der Abstellort muss sorgfältig gewählt werden: am besten in der Nähe des eigenen Aufenthaltsortes, an gut beleuchteten und belebten Stellen.
  2. Bevorzugen Sie Fahrradgaragen.
  3. Sperren Sie Ihr Rad gut ab: verwenden Sie ein geeignetes Radschloss. Die derzeit sicherste Möglichkeit bietet das sogenannte Bügelschloss.
  4. Befestigen Sie das Rad an einem fest verankerten Gegenstand, entfernen Sie Teile, die sich einfach abmontieren lassen. 

 

Vorkehrende organisatorische Maßnahmen 

  1. Schließen Sie eine Fahrraddiebstahlsversicherung ab und registrieren Sie das Rad bei www.rahmennummer.at
  2. Erstatten Sie im Diebstahlsfall unbedingt Anzeige bei der örtlichen Polizei.

Fahrradpass erleichtert Aufklärung In der kostenlosen Broschüre „RADLsicherheit“ der Energie– und Umweltagentur NÖ befindet sich auch ein Fahrradpass zum Herausnehmen. RADLbesitzerInnen können wesentliche Informationen über ihr Rad in den Pass eingetragen und damit der Polizei bei der Aufklärung von RADLdiebstählen helfen.


Die Broschüre „RADLsicherheit und RADLpass“ erhalten Sie bei der Energie- und Umweltagentur NÖ unter 02742 219 19, office@enu.at

 

 

 

Fahrradwartung und -reparatur selbst gemacht!

Nur ein sauberes und gut gewartetes Fahrrad fährt sich effizient, funktioniert leichtgängig, zuverlässig und störungsfrei. Viele RadfahrerInnen schreckt die komplexe Technik allerdings ab, dabei lassen sich kleine Wartungsarbeiten und Reparaturen zumeist ganz einfach selbst erledigen.

 

Achten Sie auf den richtigen Druck!

Einen sicheren Schutz vor Reifenpannen gibt es nicht. Achten Sie trotzdem auf den richtigen Reifendruck. Bei regelmäßiger Nutzung sollten Sie mindestens einmal im Monat den Luftdruck kontrollieren und fehlende Luft nachpumpen. Der richtige Druck ist bei Markenreifen an der Reifenflanke angegeben.

 

 

Prüfen Sie, ob die Kette ordentlich geschmiert ist

Bei der Kette handelt es sich um das zentrale Antriebselement – sie in Schuss zu halten garantiert bestes Vorankommen. Deshalb reinigen Sie die Kette regelmäßig mit einer Kettenbürste (kann auch eine Zahnbürste sein) oder einem Tuch. Dann versehen Sie die Kette mit frischer Schmiere, währenddessen kurbeln, damit sich alles an den einzelnen Gliedern gut verteilt. Die Kette nicht mit einem Hochdruckreiniger oder Benzin reinigen, weil damit das Schmiermittel aus allen Gliedern gespült wird.

 

Sind die Bremsen in Ordnung?

Überprüfen Sie das Spiel des Bremshebels, indem Sie den Bremshebel ziehen, bis die Bremse greift. Keinesfalls sollte der Bremshebel dabei den Lenker berühren, denn so ist keine ausreichende Bremswirkung gegeben. Zunächst reicht es aus, das mit Hilfe der Stellschraube am Bremsgriff zu beheben. Außerdem ist es wichtig, den Verschleiß der Bremsbeläge zu überprüfen und bei extremer Abnutzung auf neue umzurüsten.

Den Verschleiß erkennt man an den eingearbeiteten Rillen. Sind keine Rillen mehr zu sehen, müssen die Bremsbeläge ausgetauscht werden. Einfach mit einem passenden Schlüssel die Befestigung der Bremsbeläge öffnen und den Belag rausziehen. Anschließend die neuen Beläge einsetzen. Sie sollten beim Bremsen voll an der Felge anliegen und ungebremst so nah wie möglich an der Felge sein. Bei Scheibenbremsen ist der Tausch etwas komplizierter, hier funktioniert nur entlüften oder das Rad zu einem Händler bringen.

 

Stecker und Schrauben überprüfen

Die Stecker des Lichtkabels an den Leuchten und am Dynamo können sich lösen. Ihr Sitz sollte ebenso überprüft werden wie die gesamten Schraubenverbindungen des Rades. Beim Nachziehen auch an die Schrauben der Anbauteile wie Schutzblech und Gepäckträger denken.

 

Schaltung richtig einstellen

Wenn es beim Schalten rattert oder der Gang nicht einrastet, ist das Schaltseil nicht richtig gespannt. Am hinteren Schaltwerk befindet sich eine Einstellschraube. Stellen Sie das Rad auf den Kopf und drehen Sie an der Kurbel (den Pedalen). An der Einstellschraube wird solange gedreht, bis der Gang einrastet.

 

Steuersatz

Bei älteren Fahrrädern kann es vorkommen, dass der Steuersatz, also das Lager, in dem sich der Schaft der Gabel dreht, verschleißt. Kontrollieren Sie mit Hilfe angezogener Bremse und Vor- und Zurückrütteln des Lenkers, ob der Steuersatz angezogen werden muss. Lösen Sie zuerst die Schrauben am Vorbau und ziehen Sie die Steuersatzschraube (sitzt senkrecht im Steuerrohr) vorsichtig an.

 

Rad auf ausreichende Leuchtkörper und funktionierende Beleuchtung überprüfen.

 

Trotz kleiner eigener Reparaturen ist anzuraten, einmal pro Jahr ein Service beim Radhändler machen zu lassen.

 

 

Weitere Informationen zum Thema „Fahrradwartung und -reparatur“

bei der Energie- und Umweltagentur NÖ unter www.enu.at, office@enu.at
Tel. 02742 219 19 bzw. unter
www.radland.at

Machen Sie ihr Rad frühlingsfit!

In regelmäßigen Abständen und vor allem nach längeren Fahrpausen sollte das Fahrrad gründlich gereinigt und überprüft werden, um Sicherheitsmängel aufzuspüren und zu beheben. Die angemessene Pflege und Wartung von Antrieb, Reifen, Bremsen und Beleuchtung gewährleistet Langlebigkeit, Funktionstüchtigkeit und Fahrspaß

Gründliche Reinigung ist wichtig

Zunächst einmal gilt es, das Fahrrad gründlich per Hand zu reinigen. Meist reichen Wasser, Bürste und Schwamm, bei stärkeren Verunreinigungen kann auch ein spezieller Fahrradreiniger gute Dienste leisten. Verzichten Sie auf Hochdruckreiniger, diese können Lager und Dichtungen beschädigen! Damit ein Fahrrad lange seine Leistung bringt, ist es unablässig, die beweglichen Teile wie Kette und Schaltung zumindest jährlich zu schmieren.

TIPP: Kaufen Sie ökologisch abbaubares Schmiermittel aus nachwachsenden Rohstoffen!

 

Wartung des RADLs

Nach dem Reinigen folgt das Überprüfen der Bremsen, Beleuchtung, Reflektoren, Reifen und Felgen, Kette und Schrauben! Bei den Bremsbelägen ist es besonders wichtig, auf den Verschleiß zu achten: Sind keine Rillen mehr zu sehen, müssen sie ausgetauscht werden. Bei der Beleuchtung gilt als Faustregel: ist die Leuchtweite des Scheinwerfers geringer als 10 Meter, sollte die Glühlampe ausgetauscht werden.

Für die Sichtbarkeit unerlässlich sind auch ein funktionierendes Rücklicht sowie Reflektoren. Nach einem langen Winter müssen oft auch die Reifen wieder aufgepumpt werden. Der optimale Reifendruck für Alltagsfahrräder liegt zwischen 3,5 bis 4 bar (50 bis 65 PSI). Informationen dazu finden sich am Mantel. Eine schlecht gepflegte Kette kostet viel Kraft beim Treten. Die Kette daher gründlich reinigen und schmieren. Beachten Sie allerdings, dass es auf die Schmierung in der Kette und nicht auf der Kette ankommt. Ist diese zu sehr gefettet, kann sich viel Schmutz zwischen Kette und Zahnrädern ansammeln, was zu einem hohen Verschleiß führt. Beim RADL-Check nicht darauf vergessen, alle Schrauben zu überprüfen und diese im Bedarfsfall festzuziehen.

Abschließend sollten Sie noch kontrollieren, ob Ihr Fahrrad auch über die komplette Ausstattung verfügt, die rechtlich für den Einsatz im Straßenverkehr vorgeschrieben ist.


Weitere Informationen zum Thema „Pflege und Wartung von Fahrrädern“

erhalten Sie bei der Energie- und Umweltagentur NÖ unter Tel. 02742 219 19, office@enu.at
oder auf www.enu.at bzw. www.radland.at

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